Nachbarschafts-Kultur: Hilfe, die ankommt!

NachbarschaftsKultur

Vor wenigen Monaten wurde in der Marktgemeinde Weitersfeld das Projekt NachbarschaftsKultur der Bevölkerung vorgestellt. Ziel des Projekts ist es, hilfsbedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger im Alltag zu unterstützen – etwa bei Fahrten zum Arzt, zu Behörden, zum Einkauf oder zu anderen wichtigen Terminen. Darüber hinaus werden Kontakte zu ehrenamtlich Engagierten vermittelt, die persönliche Besuche, gemeinsame Spaziergänge oder einfach ein wenig Zeit für ein Gespräch anbieten.

Inzwischen ist bereits viel geschehen. In den beiden beteiligten Gemeinden St. Bernhard-Frauenhofen und Weitersfeld wurden zunächst Erhebungen durchgeführt, um festzustellen, in welchen Bereichen konkreter Unterstützungsbedarf besteht und welche Personen bereit sind, sich ehrenamtlich einzubringen. Dabei zeigte sich ein erfreulich großes Interesse.

Besonders viele Menschen erklärten sich bereit, Fahrdienste für Personen zu übernehmen, die selbst kein Fahrzeug mehr lenken können. Die Kosten für die Koordination über geringfügig angestellte Personen in den Gemeinden sowie über eine eigene Handy-App und das Kilometergeld für die ehrenamtlichen Fahrten werden aus Fördermitteln der Gemeinden, der LEADER-Region Waldviertel-Wohlviertel, des Landes Niederösterreich, des Bundes und der Europäischen Union finanziert. Für die Klientinnen und Klienten entstehen dadurch keinerlei Kosten.

„Die NachbarschaftsKultur ist für uns ein echtes Herzensanliegen“, betonte der Weitersfelder Bürgermeister bei der Einladung der Interessierten vor wenigen Tagen. Dabei stellte er auch die sympathische Betreuerin Lisa Karrer aus Röhrawiesen vor. Sie ist gemeinsam mit Ihren Kolleginnen von Montag bis Freitag zwischen 8 und 11 Uhr unter 0664/91 60 420 erreichbar. Sowohl Menschen, die Unterstützung benötigen, als auch Personen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, können sich dort unkompliziert melden. Lisa Karrer und ihr Team übernehmen anschließend die weitere Organisation und vermitteln die passende Unterstützung – unkompliziert und kostenlos.

Auch für die Finanzierung konnten bereits wichtige Partner gewonnen werden. So unterstützt unter anderem der LIONS-Club Horn das Projekt als „Leuchtturmprojekt“. Im Rahmen eines öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerbs wurde den Gemeinden eine Förderung von 10.000 Euro zur Erweiterung der ehrenamtlichen Angebote zugesprochen.

Damit wird aus einer guten Idee zunehmend ein funktionierendes Netzwerk, das eines ganz konkret zum Ziel hat: Menschen in unserer Region zu unterstützen, wenn sie Hilfe brauchen, und gleichzeitig jene zusammenzubringen, die bereit sind, etwas für andere zu tun.

10.08.2026